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Don Giovanni in Mödling

Der Wettergott meinte es nicht gut mit der ambitionierten Truppe der Opernwerkstatt Wien, die unter der Leitung von Tiziano Duca und in der Regie von Robert Simma im Museumspark von Mödling Mozarts Don Giovanni aufführen sollte.

Der musikalischen Qualität tat der Umzug in einen geschlossenen Raum sicherlich keinen Abbruch. Man kennt ja die akustischen Probleme, die Freilichtaufführungen mit sich bringen. Leider konnte man in der drangvollen Enge des Ausweichquartiers Mödlinger Arbeiterkammersaal nur erahnen, was Robert Simma mit dem durchwegs gut besetzten Ensemble szenisch geplant hatte. Man konnte vielleicht durch die auch auf der winzigen Bühne geglückten Szenen von Zerlina und Masetto doch eine gewisse Vorstellung davon bekommen, was man durch die Verlegung in den Saal an komödiantischer Aktion versäumt hat.

Tiziano Duca leitete das klangschön spielende Orchester der Opernwerkstatt Wien, das durch Musiker des Akademischen Orchestervereins Wien verstärkt war und die aus dem Foyer ertönende Bühnenmusik des Mödlinger Sinfonieorchesters auch unter diesen besonderen Umständen (Enge und Hitze) nicht nur sicher über alle Klippen der Partitur, sondern er vermochte auch packende Don Giovanni-Stimmung zu vermitteln.

Die Titelrolle hatte ganz kurzfristig Georg Lehner übernommen, der zwar öfter unter Zuhilfenahme des Klavierauszugs und mit der lautstarken Unterstützung der Souffleuse agierte, aber letztlich doch mit sehr schönen stimmlichen Mitteln und mit erstaunlicher Bühnenroutine zu glänzen wußte. Ihm zur Seite stand der sehr pointiert spielende und singende junge Horst Lamnek als Leporello. Albert Pesendorfer gab einen sowohl stimmlich wie auch von seiner Statur her imponierenden Komtur.

Wenn der Don Ottavio von Nicolas Iriarte möglicherweise an diesem Abend nicht voll disponiert war, so blieb dennoch nicht verborgen, welch kultivierten lyrischen Tenor er hat. Monica Guillen-Chavez verfügt über enormes stimmliches Material, das allerdings dem Zuhörer noch mehr Vergnügen bereitet hätte und auch der Rolle der Donna Anna gerechter geworden wäre, hätte sie es etwas differenzierter eingesetzt. Weniger ist manchmal mehr. In Ergänzung zur vorher bereits erwähnten szenischen Präsenz von Zerlina und Masetto konnten besonders Claudia Emà Camie aber auch Nicolas Legoux gesanglich überzeugen.

Herausragend in einem insgesamt sehr homogenen Ensemble war Teresa Gardner als Donna Elvira, die sowohl stimmlich als auch darstellerisch ungemein präsent und intensiv war. Man muß der Wiener Volksoper zu diesem Neuzugang gratulieren und gleichzeitig für Teresa Gardner hoffen, daß sie in diesem großen Haus auch adäquat eingesetzt wird.

Der neue Merker / Anton Fohrwikl, 10. August 2001



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