Opernwerkstatt Wien
home über uns
i progetti
presse kontakt
opernwerkstattwien2
Ernani
inhalt/historisches
künstlerischer leiter
leadingteam
ensemble
galerie
pressestimmen

pressestimmen


Stramm gesungen

Eine Oper im Hof der Roßauer Kaserne? Naja, ganz unpassend ist die Geschichte nicht. Verdis "Ernani" kreist um Ehre und Landesverteidigung, im Zentrum steht eine Liebe, die bizarr scheitert (…)
(…) Die Akustik ist gut, die Sänger noch besser: Die Texanerin Latonia Moore gibt Ernanis Herzallerliebste, und sie tut's mit temperamentvollem Sopran. Maurizio Graziani (Ernani) zeigt geschmeidige Legato-Kultur, Nicolai Karnolsky verleiht dem Ekelpaket Silva einen markigen Ton. Und auch Ivan Inverardi, hier als Don Carlo eingesprungen, lässt sich hören.
(…) Wohlwollender Applaus.

Wiener Zeitung, 18. Juli 2006


Verdis Verve für ein geschütztes Publikum

(…) fix etablierter neuer Opernspielort ist idealer Schauplatz für das heroische Drama (…) Dirigent Tiziano Duca liebt Verdi, das spürt man vom ersten Paukenwirbel bis zum letzten Geigenstrich. Er führt flott, exakt und bestimmt, vergisst aber in keiner Sekunde die Sänger. (…) Dafür nutzen die Solisten die verschwenderisch sich bietenden vokalen Chancen. Allen voran Latonia Moore als brillante Elvira. Ihr glasklarer Sopran überstrahlt mühelos alle Chorpartien, ihre Arien wurden ebenso wie die von Ivan Inverardi, der in letzter Sekunde als Don Carlo einsprang, mit viel Zwischenapplaus bedacht. (…) Bravi gelten Duca, dem Orchester und den Solisten (…)

Die Presse, 17. Juli 2006


ERNANI in der Wiener Roßauerkaserne - eine dringende Empfehlung - Premiere 15.7.06

"ERNANI ist doch immer die Wurzn", sagte schon Leo Slezak, einer der zeitlos besten Interpreten dieser Rolle. Und noch einige Male werde ich auf seine Zitate zu dieser nahezu uninszenierbaren Oper - weil wirklich "blödes Libretto" - zurückkommen. Egal welcher Komponist ein Heldenepos umsetzt, ob er den Text selbst schreibt oder schreiben läßt, "wurscht", "Helden" sind dumm, wollen "was Besseres" sein - und scheitern!

Nun zur Premiere im Hof der Wiener Roßauerkaserne: Ein Bravo der (Ob)Frau Wilhelmine Goldmann, sie sich in keiner Richtung unterkriegen ließ.

Die eigentliche Überraschung des Abends war Ivan INVERARDI, ein junger Bariton aus Brescia, der ohne Probe für den erkrankten Paolo Ruggiero kurzfristig einsprang. Er besitzt eine schöne und modulationsfähige Stimme, die dunkel gefärbt ist, aber auch Durchschlagskraft - auch im nahezu gehauchtem Piano ist er absolut hörbar. Bewegen kann sich der junge Mann auch sehr gut. Nicolai KARNOLSKY aus Bulgarien ist ebenfalls ein "Jungspund" und benötigte für den alten, geilen Adelsbock Silva extrem viel Maske im Gesicht und Haar. Das war gelungen, wie seine Umsetzung des alternden Silva - sicher ein Mann von Ehre, aber letztlich doch ein "widerlicher Hornist". Man entdeckt eine wunderschöne Baßstimme, nicht so ganz schwarz, aber ein echter Basso cantabile. Das sollte doch eine Karriere werden. Der unterbelichtete Titelheld wurde von Mauro GRAZIANI heldenhaft umgesetzt. Besonders in den lyrischen Pianophrasen konnte er punkten. Großer Darsteller ist er keiner, was bei dieser Regie auch nicht sein muss.

In die großen Fußabdrücke ihrer Vorgängerinnen begibt sich die junge Afro-Amerikanerin Latonia MOORE als bühnenbeherrschende Elvira. Die "Jungtouristin", in der heutigen Zeit normal, damals für eine Dame ihres Standes etwas seltsam, wurde wirklich prachtvoll gesungen. Diese Sänger könnten durchaus auch in einer unserer Staatsopernproduktionen mithalten.

Erfolgreich bemühen sich in den kleineren, aber wichtigen Rollen Stefan TANZER/Jago, Michael WAGNER/Riccardo und Maida KARISIK/Giovanna.

Tiziano DUCA führt nicht nur alle sicher durch die Partitur, er feuert das Geschehen vom Pult aus immer wieder an. Robert SIMMA hatte es mit den kargen Möglichkeiten als Regisseur schwer, er beschränkte sich auf das Notwendigste - aber alle agierten im Sinne ihrer Rollen. Toll waren die Licht- und Spiegeleffekte von Harald MICHLITS, was wiederum im nächtlichem Ambiente des Innenhofes der Roßauerkaserne eine dankbare Aufgabe war.

Die Chöre waren gut studiert, für große Regie war die Probenzeit natürlich zu kurz. Die Kostüme kamen zwar aus einem Fundus, waren aber zumindest geschmackvoll ausgesucht.

Ein schöner Abend, der sich für die Premierenbesucher durch das gastronomische Angebot bis in den frühen Morgen zog. Karten für 17./19./21.7. um jeweils 20:45 h gibt es noch. Hingehen und genießen!!!

Elena Habermann, Online Kritik: "Der neue Merker - Oper in Wien"


Verdis "Ernani" als charmanter Kostümschinken

Ein leidenschaftliches Laienorchester, viel Pathos sowie große bis großartige Stimmen machten den charmanten Kostümschinken zu einem kurzweiligen Erlebnis.

(…) Tiziano Duca (…) hatte alle Hände voll zu tun, das Kollektiv an Laienmusikern (…) und ein paar Profis zusammenzuhalten. (…) Immerhin gelang es ihm, dem bunten Häuflein effektvolle Tutti und gleichmäßige Ritardandi zu entlocken - oft lustvoller als bei manchem Top-Orchester. (…) Stimmliches Juwel ist Latonia Moore als Elvira, ausgestattet mit selbstbewusstem Sopran, umschwärmt vom Verehrer-Trio Ernani (Maurizio Graziani), Don Carlo (Ivan Inverardi) und Silva (Nicolai Karnolsky). Für genügend Widerhall sorgte der Carl-Szokoll-Hof, opulent und eben erst renoviert bietet er die perfekte Kulisse. (…)

Das Festival, bei dem noch immer an Oper "gebastelt" wird, entwickelt sich. An Publikumsinteresse soll es ebenfalls nicht mangeln, von der vollbesetzten Tribüne kam den Künstlern am Ende mehr als Sympathie entgegen.

APA, 17. Juli 2006


Staatsoperndirektor Ioan Holender im Interview mit Gert Korentschnig

(…) Sie waren stets ein heftiger Kritiker der Open-Air-Festivals. Warum sind sie heuer so zurückhaltend?

Ich finde es nach wie vor schlecht, Kunst und Kultur als Unterhaltung zu verkaufen. Ich bin absolut gegen Sommerunterhaltung, die man als Kunst verkauft und subventioniert (…)

Was ich erfreulich finde, sind solche Projekte wie zuletzt "Ernani" der Opernwerkstatt in der Rossauer Kaserne in Wien ohne akustische Verstärkung. Das ist ein sehr guter Veranstaltungsort. Das ist viel wichtiger als manches, was rundherum stattfindet. (…)

Kurier, 29. Juli 2006


zum Seitenanfang

© Dr. Harald Schlosser | Impressum

lock
Moonlight Studios
Artware, Spezialist für Business Lösungen im Internet: intranet, extranet, online shop, portal

Warning: Unknown(): write failed: Disk quota exceeded (122) in Unknown on line 0

Warning: Unknown(): Failed to write session data (files). Please verify that the current setting of session.save_path is correct (/tmp) in Unknown on line 0